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19.02.2016

Spenden und Nachlassgestaltung: Was macht Sinn?

Es gibt nicht wenige Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, mit ihrem Nachlass auch nach dem eigenen Tod Gutes zu tun. Wie aber kann man die Interessen der Nachkommen und Erben mit denen einer Spende des Erblassers in Einklang bringen?

Von Gesetzes wegen ist in Deutschland die Erbfolge klar geregelt. Das heißt, selbst wenn der Erblasser kein Testament verfasst hat, greifen die gesetzlichen Vorgaben wie im BGB §§ 1924 und 1936 beschrieben. Will man also nach seinem Tode zum Beispiel auch eine Hilfsorganisation und deren Projekte unterstützen, muss auf jeden Fall ein Testament aufgesetzt werden, um den Willen des Erblassers eindeutig und rechtswirksam zu formulieren. Hierdurch kann auch von vornherein Streit unter den Erben vermieden werden.

Die weitere Frage, die sich stellt, ist, was und wie viel man spenden sollte. Es ist auf jeden Fall ratsam, eine Spende so zu gestalten, dass durch sie die anderen Erben keine Schwierigkeiten bekommen. So könnte zum Beispiel eine größere Spende, die nicht durch Barvermögen gedeckt ist, zu dem Problem führen, dass eine im Nachlass vorhandene Immobilie verkauft werden müsste. Derartige Probleme sollte man den Nachkommen nicht aufbürden.

Was aber ist das rechte Maß für eine Spende per Testament verfügt? Es gibt in der christlichen Tradition den generellen Vorschlag, den so genannten Zehnten zu geben. Hierüber gibt es verschiedene Auslegungen. Eine davon aber ist, dass man einen (kleinen) Teil seines Hab und Guts an Bedürftige gibt. Auch der Islam kennt eine ähnliche Regelung: Das Almosen-Geben (Zakat) gilt sogar als dritte Säule des Glaubens. Sicherlich lassen sich auch in anderen Kulturen ähnliche Empfehlungen finden.

Übertragen auf die Nachlass-Regelung könnte die Idee, einen kleinen Teil seines Erbes – zum Beispiel zehn Prozent - zu spenden, eine gute Lösung sein. Zum einen wird dadurch Gutes getan, was dem ausdrückliche Wunsch des Erblassers entspricht, zum anderen wird der Erbanspruch der anderen Erben nicht allzu sehr geschmälert, was sowohl Streit zwischen den Erben als auch Groll auf den Erblasser vermeiden hilft.

Eine weitere Möglichkeit für Menschen, die wissen, dass sie in naher Zukunft sterben werden, besteht darin, vor ihrem Tod eine Spende zu tätigen und damit diesen Punkt von vornherein nicht in den Nachlass hineinzutragen. Solche prämortalen Spenden können auch gezielt mit der Hilfsorganisation abgestimmt werden.

So hatte das Kinderhilfswerk Dritte Welt vor einigen Jahren einen wohlhabenden Spender, der eine Schule und ein Gesundheitszentrum in Mali (Westafrika) noch vor seinem Tod auf den Weg gebracht hat. Die Einweihung konnte er leider nicht mehr selbst erleben. Diese hat der Sohn übernommen. Das Vorbildhafte an diesem Fall war auch, dass der todkranke Spender sein Vorgehen vorab mit allen Familienmitgliedern abgestimmt hatte und dadurch jeglicher Streit im Vorwege vermieden wurde.

Sollten Sie Fragen zu dieser nicht einfachen und sensiblen Thematik haben, treten Sie bitte gern mit dem Verfasser dieses Beitrags in Kontakt (0179-3995771) oder downloaden Sie zu diesem Thema unseren Flyer.

von Uwe Schmidt


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