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10.10.2016

Mali Blues – Ein Film über die vereinende Kraft der Musik

Der Film "Mali Blues" ist ein Muss für alle, die jenseits der täglichen Nachrichten verstehen wollen, welche Kraft Musik hat, und welche Bedrohung der radikale Islam für Menschen darstellt. Bitte finden Sie heraus, ob der Film in Ihre Nähe läuft, und schauen Sie ihn sich an.

Mali in Westafrika wird als Wiege des Blues und Jazz gesehen. Schwarze Sklaven brachten diese Musik von dort nach Amerika. Mali ist bis heute ein Land, das von der Musik lebt. Jede Pore dieses Landes ist Musik. In jedem kleinen Finger eines malischen Musikers steckt mehr Musikalität als in den überschwänglich gefeierten Pop- und Rockstars der Gegenwart.

Die größte Bedrohung erfuhr die malische Musik und ihre Musiker seit 2012 durch radikale Islamisten, die versuchten, das Land umzuwälzen und die Scharia einzuführen. Das bedeutete auch ein Tanzverbot und weltliche Musik. Wer jemals in Mali war und die Menschen in ihrer Musik erlebt hat, kann sich dieses Land nicht ohne Musik vorstellen. Wahrscheinlich ist die Musik die stärkste Waffe dieses Landes gegen radikale Islamisten.

Als Mali insbesondere ab 2012 stark bedroht war, haben sich die Menschen in den Dörfern gegen die Einführung der Scharia gewehrt. Sie haben einfach gesagt, macht eure Scharia woanders, aber nicht hier. In Städten wie Timbuktu gelang das nicht. Musik und Tanz wurden verboten. Mädchen mussten die Schulen verlassen und sich verhüllen. Über ein trotz aller Armut lebensbejahendes Volk senkte sich im wahrsten Sinne des Wortes ein dunkler Schleier.

Der islamistische Terrorismus ist in Mali längst nicht besiegt, wenn er auch in Schach gehalten werden kann. Die UNO-Einsätze sind vonnöten um das Land zu schützen. Die Bundeswehr ist ebenfalls vor Ort.

Mali Blues zeigt, wie Musik den Terror besiegen kann

Zur Ankündigung von MALI BLUES heißt es in der Filmvorstellung: „(Der Film) erzählt die Geschichten von vier Musikern, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land und eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren wollen. Weder in Mali, noch an einem anderen Ort auf der Welt. Internationaler Shooting Star Fatoumata Diawara, Ngoni-Virtuose und traditioneller Griot Bassekou Kouyaté, der junge Rapper Master Soumy und der virtuose Gitarrist Ahmed Ag Kaedi, Leader der Tuareg-Band Amanar - sie alle haben eines gemeinsam: ihre Musik verbindet, tröstet, heilt und gibt den Menschen die Kraft für Veränderung, für eine gemeinsame Zukunft in Frieden.“

Wir von der Hamburger Hilfsorganisation Kinderhilfswerk Dritte Welt empfehlen diesen Film aufs Wärmste. Seit 1975 sind wir in Mali tätig, bauen Gesundheitszentren und Schulen, fördern Gesundheit und Bildung, setzen uns für Kinderrechte ein, kämpfen gegen Kinderarmut und die Beschneidung bei Frauen. Mali ist uns als Land ans Herz gewachsen. Viele Reisen dorthin haben uns Land, Menschen, Kultur und Musik sehr nahe gebracht. Ein großartiger Auftritt von Fatoumata Diawara in der Hamburg Laeisz-Halle in diesem Jahr hat uns die größe dieser Kultur nochmals eindringlich vor Augen geführt.

Hier finden Sie den Trailer und weiterführende Informationen zu dem Film, und wo er angelaufen ist.

Traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten die Gesellschaft Malis zusammen. Das Land gilt als die Wiege des Blues und Jazz, den westafrikanische Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas mitbrachten. © Konrad Waldmann, 2016

Mit zwanzig Jahren hat Fatoumata Diawara ihr westafrikanisches Heimatland Mali verlassen, um einer Zwangsheirat zu entgehen. Seither begeistert die junge Frau mit ihrer Stimme ein Weltpublikum – jetzt zum ersten Mal auch in Mali. © Phil Sharp, 2016

Ahmed Ag Kaedi und seine Band Amanar spielen den berühmten „Desert Blues“, eine moderne Variante der traditionellen Tuaregmusik. Momentan leben alle Musiker im Exil, von den Islamisten aus ihrer Heimat, der Wüste, vertrieben. © Konrad Waldmann, 2016

Bassekou Kouyaté ist Griot, einer der legendären Mythensänger Malis. Um die Spannungen im Vielvölkerstaat Mali zu reduzieren, hat er ein multiethnisches Bandprojekt gegründet. Seine Botschaft: Wenn wir Musik zusammen machen können, können wir auch zusammen leben. © John Bosch, 2016

Der Rapper Master Soumy gibt den Menschen in den Armenvierteln von Bamako eine Stimme. Besonders für die junge Generation ist der systemkritische Musiker ein Idol. © Konrad Waldmann, 2016

Als Fatoumata Diawara erfährt, dass Musiker in Mali von Terroristen bedroht werden, kehrt sie zurück in ihr Land, um mit ihrer Musik für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. © Konrad Waldmann, 2016

Fatoumata Diawara singt zu den Frauen ihres Heimatdorfes über die weibliche Beschneidung – ein Ritual, das noch immer praktiziert wird. © Konrad Waldmann, 2016


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